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  • Patricia Fehlmann

Schweizer KMUs auf Social Media

Nur 30% aller KMUs in der Schweiz nutzen Social-Media-Plattformen


Bereits seit vielen Jahren erfreuen sich die unterschiedlichsten Plattformen der Social Media grosser Beliebtheit. Doch während die Mehrheit der Privatpersonen in der Schweiz diese Technologien regelmässig verwenden, haben die KMUs in dieser Hinsicht einiges aufzuholen. Die neueste Untersuchung der FH Graubünden zeigt, wie viele der Unternehmen bereits über ein eigenes Firmenprofil verfügen und welche Reichweiten mit diesem erzielt werden.


Studie der FH Graubünden


Der Bericht „Nutzung von Social-Media-Plattformen durch Schweizer KMUs“ wurde von der Fachhochschule Graubünden verfasst, um den Unternehmen bei der Planung und Verwirklichung ihres Auftrittes in den sozialen Medien unter die Arme zu greifen. In dieser Arbeit findet man zum ersten Mal eine klare Übersicht über die Nutzung und die erzielte Reichweite der KMUs in der Schweiz auf diversen Plattformen der sozialen Medien. Das Projekt wurde vom Förderverein der FH Graubünden finanziert und stellt eine Erhebung zu den Aktivitäten der kleinen und mittleren Unternehmen auf den Social-Media-Plattformen dar. Letztere beruht auf einer Erhebung einer Stichprobe von insgesamt 976 Unternehmen aus der Schweiz.


Ernüchternde Ergebnisse: Nur ein Drittel der KMUs im Internet aktiv


Gerade einmal 30% der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sind heute mit einem Profil in den diversen sozialen Medien zu finden. Die ernüchternde Statistik führt Facebook mit 29,3% an, während sich Instagram mit 16,1 und LinkedIn mit 12,4% weit abgeschlagen auf den Rängen zwei und drei befinden.

Knapp jedes fünfte Schweizer KMU (21,3%) ist auf zwei Social-Media-Plattformen unterwegs, wobei die beliebteste Kombination aus einem Facebook- und einem Instagram-Profil besteht (14%). Eine Besonderheit stellt die Plattform Facebook dar, die insgesamt 96 Unternehmen (9,8%) exklusiv für den eigenen Social Media-Auftritt verwenden. Auf dem dritten Platz findet sich die kombinierte Nutzung von Facebook und LinkedIn, die 8.8% aller KMUs für die Präsentation ihres Unternehmens in den sozialen Medien nutzen.

Bei der Reichweite, die die Schweizer KMUs mit ihren Profilen in den Social Media erreichen, steht die bildlastige Plattform Instagram eindeutig an erster Stelle. Hier können die meisten Unternehmen durchschnittlich 1.193 Follower vorweisen. Auf Facebook verzeichnen die KMUs im Durchschnitt 924 Follower.


Vornehme Zurückhaltung oder verspielte Chancen?!


Die niedrigsten Reichweiten (17 Follower) erzielen KMUs mit ihren firmenbezogenen Beiträgen auf der Business-orientierten Plattform Xing. Wenn man die gesamte Anzahl aller Personen betrachtet, die von den Social Media-Aktivitäten der Schweizer Unternehmen erreicht werden, so gelangt man zu einer durchschnittlichen Anzahl von 1.438 Followern.

Sebastian Früh, der als Projektleiter am Schweizerischen Institut für Entrepreneurship tätig ist, interpretiert die Zahlen so, als würde für viele Schweizer KMUs der erwartete Aufwand für den Betrieb des Social Media-Profils den erwarteten Ertrag bei weitem übersteigen. Das Institut setzt an dieser Stelle an und greift den Unternehmen unter die Arme, wenn es darum geht, die reichweitenstärksten Erträge zu bestimmen und dadurch zu einer effizienten und produktiven Nutzung der sozialen Netzwerke zu gelangen.


Neue Kunden gewinnen und alte Kunden binden


Grundsätzlich bieten Social Media kleinen und mittleren Unternehmen viele unterschiedliche Formen der Implementierung in die Aussenkommunikation und ein beeindruckendes Potential einen Mehrwert aus dieser herauszuholen. Genau daran ist eine Vielzahl der KMU interessiert – bei sämtlichen Aktivitäten in den sozialen Medien wird eine Kommunikation nach außen hin (Outbound-Kommunikation) angestrebt, welche darauf abzielt, neue Kunden für das eigene Produkt bzw. für die eigene Dienstleistung zu begeistern oder die bereits treuen Kunden noch intensiver an das eigene Unternehmen zu binden.

Die Inbound-Zielsetzungen, die darauf abzielen, eingehende Nachrichten und Informationen zu analysieren und in die eigenen Unternehmensziele einzugliedern, nehmen bei den Social-Media-Aktivitäten der KMUs eine bloß untergeordnete Rolle ein. Dabei wäre es durchaus denkbar, diverse Methoden der Marktforschung bei der Kommunikation mit bestehenden und neuen Kunden einfliessen zu lassen. So bietet es sich beispielsweise an diese Inbound-Techniken in Bezug auf produktbezogene Präferenzen zu nutzen oder die Preissensivität der Kunden damit zu eruieren. Für die Verwirklichung dieser Mehrwertpotentiale ist jedoch ein relativ grosser Aufwand vonnöten. Für diesen müssen sowohl materielle als auch personelle Ressourcen neben dem täglichen Hauptgeschäft bereitgestellt werden, was für viele KMUs nicht einfach zu verwirklichen ist.


Zunehmende Wichtigkeit eines Social Media-Auftritts


Für die KMUs ist der Verzicht auf einen eigenen Auftritt in den diversen sozialen Netzwerken keine Option. Denn die Bedeutung dieser Plattformen und die Nutzung derselben durch den Großteil der Bevölkerung nimmt exponentiell zu. Damit müssen sich die KMUs spätestens jetzt mit der Frage beschäftigen, welche positiven Aspekte die Nutzung von Facebook, Instagram & Co für das eigene Unternehmen haben kann und zu welchen Kosten sich diese verwirklichen lassen.


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